Tiny Kapelle auf Tour

Ein Gotteshaus auf vier Rädern: Diese Kapelle im Tiny-House-Stil ist seit Juni zwischen Neuheim und Morgarten unterwegs.

Text PD/SD

7,2 Meter lang, 2,5 Meter breit über 3 Tonnen schwer: Das ist die Kapelle auf einem Anhängergerüst, die durch die Schweiz tourt. Bei «die.kapelle» handelt es sich um ein kirchliches Projekt von, für und mit jungen Erwachsenen – getragen wird vom gleichnamigen Verein im Pastoralraum Zug Berg. Mit Sitzgelegenheiten, Kissen und einem Holzofen lädt das Bauwerk zum stillen Gedenken wie auch Geselligkeit ein.

Die Idee kam Katechet und Initiator Thomas Betschart bei einem Aufenthalt im italienischen Wallfahrtsort Assisi. Es war die besondere Geborgenheit der Kapellen, die ihm auffiel. Zurück in der Schweiz in der Pfarrei entwickelte sich die Inspiration weiter zur handfesten Idee, eine fahrbare Kapelle nach dem Vorbild eines Tiny-Houses zu bauen.

Oberministrant und Zimmermann Dominik Lüde war begeistert. Er übernahm die Planung und den Bau der Kapelle. Die gedämmte Holzkonstruktion erstellte der Zimmermann im Betrieb seines Arbeitgebers, die Urs Iten Holzbau AG in Oberägeri. Baubeginn war im März 2020. Die gesamten Kosten beliefen sich auf rund 48 000 Franken.

Die Kapelle soll nicht nur ein Rückzugsort sein, sondern auch die Menschen zusammenbringe. Noch sind allerdings die Möglichkeiten diesbezüglich aufgrund der aktuellen Corona-Situation beschränkt. Doch die Ideen sind da: Kammerkonzerte, Ministrantenworkshops oder gemeinsames Singen.

Segnung im September

Bis Sonntagabend, 13. September 2020, steht «die.kapelle» noch vor der Kirche in Menzingen. Wohin die Reise danach geht, steht hier. Ein weiteres Highlight im September: Die Segnung der Kapelle am 25. September.


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