Zum neunten Mal hat die Zürcher Kantonalbank den ZKB-KMU-Preis für nachhaltige Unternehmen vergeben. Gleich zwei Holzbauer standen auf dem Treppchen: Gold ging an die Hector Egger Holzbau AG, Bronze an die Strüby Holding AG. Was machen nachhaltige Unternehmen mit dem gewonnenen Preisgeld? Wir haben nachgefragt …

Erster Platz: Hector Egger Holzbau AG

Die Gewinner des ZKB KMU-Preises: Paul Schär (l.) und Michael Schär von der Hector Egger Holzbau AG.

Den Hauptpreis gewann die auf Holz- und Elementbau spezialisierte Hector Egger Holzbau AG aus Langenthal (BE). Das 1848 durch Samuel Rudolf Hector Egger gegründete Unternehmen wird seit 2001 von Inhaber Paul Schär als Hector Egger Holzbau AG weitergeführt und zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft und ein breit abgestütztes Nachhaltigkeitsverständnis aus. Jurypräsident Bruno Dobler begründete die Entscheidung: «Hector Egger Holzbau AG ist ein regional und lokal tief verankertes Familienunternehmen. Das hohe und ausgeglichene Niveau in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit, das kulturelle Engagement und ganz besonders die ausserordentliche Innovationskraft haben die Jury beeindruckt und uns bewogen, der Hector Egger Holzbau AG den diesjährigen Hauptpreis zu verleihen.»

Was passiert mit dem Preisgeld, Herr Schär?

Für den ersten Platz erhielt die Hector Egger Holzbau AG eine Trophäe und ein Preisgeld von CHF 50 000. Was macht ein Betrieb, der für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde, mit dieser Summe? Hier die Antwort von Michael Schär, stv. Geschäftsführer und Leiter Kommunikation:

«Wir wussten nicht, dass wir gewinnen würden. Somit kann ich aktuell keine konkreten Investitionen nennen. Aber wir haben schon Ideen: Ein Teil wird in die Anlagen fliessen. Im Energiebereich interessieren uns für eine Speicherlösung für den überschüssigen Strom, den wir produzieren. Und abschliessend möchten wir auf unserem Jubiläumsfest den Mitarbeitenden danken, ohne die das nicht möglich gewesen wäre.»

Dritter Platz: Strüby Holding AG

Bronze beim ZKB KMU-Preis für die Strüby Holding AG vertreten durch Pius Kneubühler (l.), Anton Strüby und Didier Pichonnaz.

Den dritten Platz sicherte sich das Schweizer Architektur- und Holzbauunternehmen Strüby Holding AG aus Seewen (SZ). Das Unternehmen hat sich von einem Holzbaubetrieb zu einem Gesamtdienstleister entwickelt. Umwelteffizienz wird im ganzen Geschäftsprozess grossgeschrieben. Zudem haben der Einsatz neuer Technologien, hohe Umweltstandards und die spürbare Innovationskraft für die Jury den Ausschlag für die Platzierung gegeben.

Was passiert mit dem Preisgeld, Herr Kälin?

Die Strüby Holding AG darf sich auf dem dritten Platz über ein Preisgeld von CHF 30 000 freuen. Wie sieht es bei dem Betrieb in Seewen mit den Wünschen und Plänen aus, die das Preisgeld betreffen? Bruno Kälin, Mitglied der Geschäftsleitung, weiss es:

«Das Preisgeld werden wir im nächsten Jahr in die Feierlichkeiten – 70 Jahre Strüby – investieren und so unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche für unseren Erfolg verantwortlich sind, zukommen lassen.»

Mehr über die Preisträger

„Wir HOLZBAUER“, das Verbandsmagazin von Holzbau Schweiz, portraitierte die Preisträger in früheren Ausgaben bereits. In den Berichten erfahren Sie mehr über die Unternehmensgeschichte, die Personen und Projekte:

Über Hector Egger und ein Mehrfamilienhaus in Basel dreht sich der Fokusartikel „Die Fassade steht für sich“ (für Abonnenten). Der Artikel „Ganz in Holz: die Stoos Hütte“ (für Abonnenten) berichtet ausführlich über den zweigeschossigen Holzbau der  Strüby Holding AG auf über 1400 Metern über Meer.

Sonderpreis für Schreinerei

Auf den zweiten Platz schaffte es die Acryline AG aus Oberglatt (ZH), der dritte Platz ging an die Strüby Holding AG aus Seewen (SZ). Den Sonderpreis für vorbildliche Kleinunternehmen gewann die Schreinerei Lindauer AG aus Steinen (SZ). Mit dem Sonderpreis für aussergewöhnliche Leistungen wurde die Äss-Bar GmbH aus Zürich ausgezeichnet. Die Preisträger wurden am 1. Februar 2018 in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach prämiert.