Madame Tussauds, Rapper Stress oder Autorin Johanna Spyri: Pünktlich zur Frühlingsession ist Schweizer Prominenz ins Bundeshaus eingezogen – in Form von 20 lebensechten Holzstatuen. Die Ausstellung ist der neueste Clou der BAFU-Kampagne «#Woodvetia – Aktion für mehr Schweizer Holz»


Im Bundeshaus wurde Geschichte geschrieben: Seit dem Start der Frühlingssession sind die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in den Hallen des Bundeshauses in der Gesellschaft grosser Schweizer Persönlichkeiten wie Johanna Spyri, Alfred Escher oder General Dufour – in Form lebensechter Kunstwerke aus Schweizer Holz. Jede Statue ist einzigartig: Das Holz stammt aus ganz unterschiedlichen Regionen der Schweiz, die Bäume sind zum Teil älter als 150 Jahre. Die 20 #WOODVETIA-Statuen stehen bis zum 28. April 2018 im Bundehaus und zeigen die Vielfalt des Schweizer Waldes und die Faszination der modernen Holzverarbeitung.

Drei Schweizerinnen an prominenter Stelle

So posiert eine Statue des berühmten Alpenmalers Giovanni Segantini vor dem Berninagemälde im Bundesratszimmer. Das Ebenbild Alfred Eschers findet zurück in das einstige Büro des Nationalratspräsidenten und Eisenbahnpioniers. Doch das ist nichts verglichen mit dem Standort der drei Schweizerinnen Gilberte de Courgenay, Johanna Spyri und Marie Tussauds unter der hohen Bundeshauskuppel: Sie stehen direkt unterhalb der Statue der drei Eidgenossen.

In der Bundeshauskuppel unterhalb der drei Eidgenossen ist der wohl prominenteste Standort der Ausstellung #WOODVETIA.

Nationalräte unterstützen die Kampagne

Die Ausstellung eröffneten Nationalrätin Sylvia Flückiger (Präsidentin Lignum), Nationalrat Daniel Fässler (Präsident WaldSchweiz) und Paul Steffen (Vizedirektor BAFU). Sie wiesen die Parlamentarier und Gäste auf die Bedeutung einer intakten Holzkette in der Schweiz hin.

«Die Figuren stehen mit ihrem Ebenbild für ein gemeinsames Anliegen ein: Macht etwas aus dem Holz, das in unseren Wäldern heranwächst.» Nationalrätin Sylvia Flückiger

Laut Nationalrat Fässler nehmen die Holzvorräte im Schweizer Wald stetig zu. Das Problem: «Wälder, die nicht regelmässig verjüngt werden, absorbieren weniger CO₂. Alte Wälder sind auch für die Biodiversität von Nachteil.» Sie sin demnach anfälliger für Schädlinge und Klimaereignisse.

Kostenlose Führungen

Die Parlamentsdienste bieten in der sessionsfreien Zeit kostenlose Führungen durchs Parlamentsgebäude an. Sie gehen dabei auch auf die ausgestellten Kunstwerke ein. Eine Reservation ist online über parlament.ch möglich. Ausserdem kann die Bevölkerung die Ausstellung im Bundeshaus auch an der Berner Museumsnacht (16.3.18) und am Tag der offenen Tür (28.4.18) besuchen.

#Woodvetia – Aktion für mehr Schweizer Holz
Die aus Schweizer Holz geschaffenen Skulpturen sind Botschafterinnen und Botschafter der Kampagne #WOODVETIA – Aktion für mehr Schweizer Holz, die 2017 vom Bundesamt für Umwelt und der Schweizer Wald- und Holzbranche lanciert wurde. Grund für die Kampagne ist die sinkende Nachfrage nach Schweizer Holz. Diese wirkt sich negativ auf den hiesigen Wald und die Holzwirtschaft aus. Jede Holzfigur wurde vom Zürcher Künstler Inigo Gheyselinck aus einer anderen Holzart geschnitzt. Nationalrätin Sylvia Flückiger (Präsidentin Lignum), Nationalrat Daniel Fässler (Präsident WaldSchweiz) und Paul Steffen (Vizedirektor BAFU) haben die heutige Ausstellung eröffnet und vor 40 Parlamentariern und Gästen auf die Bedeutung einer intakten Holzkette hingewiesen.
Partner und Unterstützer der Kampagne: Berner Fachhochschule, Bundesamt für Umwelt BAFU, Forstunternehmer Schweiz, Holzbau Schweiz, Holzindustrie Schweiz, KWL, Lignum, Verband Schweizer Forstpersonal, VSSM, WaldSchweiz

Quelle: #WOODVETIA – Aktion für mehr Schweizer Holz