Auf dem Hönggerberg in Zürich entsteht auf einer Fläche von 1,5 Quadratkilometern ein Freilicht-Labor. Es zeigt historische, aktuelle und zukünftige Formen der Waldbewirtschaftung. Das Projekt der Interessensorganisation Wald Zürich hat einen Zeithorizont von 100 Jahren.


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«Wir sind bei Stunde null», sagt Andreas Bernasconi von der Pan Bern AG. Die Rede ist vom Waldlabor Zürich am Hönggerberg und es geht um die Stunde Null der nächsten mindestens 100 Jahre, erklärt Bernasconi den 30 Gästen von Lignum Zürich.

Wald Zürich, die Interessenorganisation der Zürcher Waldeigentümer, feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und aus diesem Anlass wurde das 100-Jahre-Projekt initiiert.

Die 150 Hektar Wald am Hönggerberg sollen als Freilichtlabor für die verschiedensten Projekte dienen. Dabei ergeben sich fünf elementare Schwerpunkte: Bewirtschaftungsformen, Gesellschaft und Wald, Klimawandel, Biodiversität, Ökosystemleistungen und Querschnittsthemen – ein breites Spektrum, das einen guten Nährboden für Ideen bietet.

Ideen sprudeln nur so aus Bernasconi heraus, insbesondere als die Veranstaltung vom Hörsaal der ETH Hönggerberg an den Ort des Geschehens, in den Wald verlagert wird.

Vor Ort gaben die Gäste der Eröffnungsveranstaltung Input aus allen Bereichen der Thematik, was zu einer angeregten Unterhaltung führte. Die anwesenden Forstingenieure, Holzbauunternehmer, Architekten und Holzkünstler sind sich in einem Punkt einig: der Wald liegt ihnen sehr am Herzen.

Das Eschentriebsterben und Veränderungen wie der Klimawandel drängen dazu, sich noch intensiver mit dem Wald auseinanderzusetzen. Das Waldlabor scheint also gerade zum richtigen Zeitpunkt zu entstehen. waldlabor.ch